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Keine Tea Party in Europa
Die Zukunft EuropasIn Griechenland werden keine Steuern gezahlt und auch in den USA mehren sich die Anzeichen für sogenannte „Tea Partys“ (Steuerboykotte). In Europa ist das außerhalb Griechenlands gott sei dank noch anders.
Hier scheint man zu verstehen, dass das Geld welches undemokratisch gewählten Vertretern wie Hermann van Rompuy zur Verfügung steht, zwar aus den vielen hart arbeitenden Menschen herausgequetscht wird, aber das es ein notwendiges Übel darstellt. Nach neuesten Angaben verbrät sein Amt an die 300 Millionen Euro in diesem Jahr, wovon allerdings nur der verschwindend geringe Anteil von 300.000 Euro als Gehalt für seine harte Arbeit in den Wirtschaftskreislauf übergeht.
Gefährlich kann die Arbeit eigentlich nur politisch werden. Denn selbst wenn wir wissen, wie so eine Tea Party enden kann. (Dem Ende einer Kolonialmacht durch einen Befreiungskrieg), so wird dies in Europa nicht geschehen.
Dennoch sollte man sich den Ausblick auf die Zukunft etwas genauer ansehen:
Der Euro hat an Glaubwürdigeit verloren. Vor ein paar Wochen schon hieß es Parität zum wertlosen Dollar. Die meisten Menschen lässt das kalt. Geld ist abstrakt, das haben Studien gezeigt. Wenn jemand Geld verliert fühlt er sich weniger motiviert in Aktion zu treten, als wenn er den Gegenwert verliert. Daher werden viele Europäer nichts tun, obwohl sie bildlich gesprochen gerade Hab und Gut verlieren. Die fehlende Bereitschaft sich dagegen zu wehren führt eventuell noch in 2010 zu unangenehmen Überraschungen. Immer wieder sehen wir, wie dieses verhalten sich dies in Wut und Frustration umsetzt. Ein kleiner Funke reicht, um die Lunte zu entzünden. Ruhe bewahren ist jetzt wichtig. Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Vor allem die Ereignisse der letzten Tage sind mehr als frustrierend für die Mehrheit der Bürger, wie Umfragen zeigen.
Da hetzt man gegen Harz IV Empfänger und vergrault eben auch Menschen aus dem Mittelstand, die mitlwerweile Angst davor haben bald Harz IV beantragen zu müssen. Natürlich sind Harz IV Empfänger, die wirklich arbeiten wollen, ebenfalls nicht begeistert von dieser Idee.
Auch Hermann van Rompuy zeigt sein fehlendes ökonomisches Verständnis und greift Deutschland als Schuldigen an. Nach seiner Meinung hat Deutschland mit Exporten die Lage erst herbeigeführt. Dies kommt kurz nachdem man in den Main stream Medien erklärt hat, daß die Deutschen nicht respektiert werden.
Alles das ist aber leider nicht hilfreich, um die Lage zu verbessern. Wir brauchen wirtschaftlich nach vorne gerichtete Führung und die Stärke den Menschen zu sagen, was auf sie zukommt.
Irgendwann werden immer mehr merken, dass etwas nicht stimmt. Ein Großteil der Bürger rutscht in Harz IV ab. Viele, die sich jetzt in Arbeitslosigkeit befinden, wird in 2010 dieses Schicksal ereilen. Der Staat kann als einziger verbliebener Arbeitgeber mit enormen Wachstumspotential nur einen Teil der freien Kräfte vom Arbeitsmarkt abziehen. In anderen europäischen Ländern leistet man sich noch ein "nein zu Harz IV" und subventioniert dies aus dem Europa Topf der Steuergeschenke.
Es gibt einfach keine Arbeit, und so spaltet sich die Gesellschaft in arme, die nichts haben, und Reiche. Der Arme wird eines Morgens frustriert aufwachen und feststellen, dass er nicht einmal mehr genügend Geld hat, um sich in einen Demonstrationszug einzureihen und wenigstens seinen Unmut abzubauen. Das Busticket wird schon zu teuer sein. "Dann wird er eben laufen müssen," wird man dann hören.
Aber zur gleichen Zeit wird vieles an Infrastruktur langsam abgebaut. Denn einigen Menschen gelingen Blockaden und Streiks nach dem Beispiel Griechenlands. Das verhindert den effektiven Transport auf Europas Straßen für ein paar Stunden. Dann wird es zu kalt, um draußen zu bleiben. Die Motivation und Lust auf Arbeitsleistung fällt. Ebenso wird die Loyalität zu den Unternehmen leiden.
Auf alle Fälle vergrößert die Zunahme staatlich notwendiger Regulierung die Frustration der wenigen freiheitsliebenden Menschen. Doch man sollte sich nicht täuschen, denn es sind immer nur ganz wenige. Viel weniger als man sich of vorstellt. Die Mehrheit gibt sich mit der Wirklichkeit des kommenden Feudal-Sozialismus ab.
Was politisch auf Europa zukommt sieht man daran, dass der europäische Ratspräsident nicht von den Bürgern gewählt wird. So bleibt nur noch der Gang zur nationalen Wahlurne, die aber an dem Ausgang der Machtverhältnisse in Europa nichts mehr ändert. (Warum das wohl Urne heisst?)
Viele sprechen und warnen daher vor einem Bürgerkrieg. Doch auch das ist falsch. Bei einem Bürgerkrieg muss es Fronten geben. Was daher eher möglich ist, ist die Zunahme der Kriminalität. Vor allem die Bildung krimineller Banden, die auf Grund der wachsenden Armut wahrscheinlicher wird. (In Spanien kann man dies in den Anfängen sehr gut beobachten)
Schon jetzt gibt es privatwirtschaftliche Vereinigungen, die von Ihrem Auftreten stark an die Methoden der Schutzgelderpressung erinnern; und schon jetzt werden diese teilweise vom Staat hofiert und geschützt, denn sie sind der Motor einer nationalen Wirtschaft. Das italienische Modell erhält vielleicht vielerorts Beachtung und erfährt vor allem durch die Politik ungewollte Unterstützung.
So sind es Datendiebe, oder die Schaltzentralen des Geldes selbst, die Vorteile aus ihrer Position durchsetzen. Gerade die Banken haben dabei der Politik seit 2007 die Pistole auf die Brust gesetzt. "Entweder der Staat zahlt, oder Ihr habt alle kein Geld mehr und es geht Euch richtig schlecht", so war das inoffizielle Credo. Der ehemalige US Finanzminister Hank Paulson hat dies kürzlich bei seiner befragung jedenfalls so dargestellt. Seiner Aussage nach hätte der Zusammenbruch des Geldsystems dazu geführt, dass es eben kein (elektronisches) Geld mehr gegeben hätte. Man kann natürlich nicht alle Banken über einen Kamm scheeren und vielleicht gab es wirklich einige, die von den eigenen schlechten Investments überrascht wurden. Dabei hatten aber vor allem die Manager der großen Banken, entsprechende geldwerte Vorteile aus dem billigen Geld vom Staat, welches sie durch die erzwungenen Rettungsaktionen erhielten. In den USA gingen 2009 bis zu 90 Prozent der Gewinne von Banken in Form von Bonuszahlungen in den Wirtschaftskreislauf über. In Deutschland sind Manager bescheidener.
So haben die Banken, in Zusammenarbeit mit der Politik die Enteignung der Sparer eingeleitet, und die Politik notgedrungen gezwungen diese umzusetzen. "Wenn wir es nicht verhindern, dann werden es morgen mafiartige Strukturen mit Schlägertrupps sein, die direkt beim Bürger Schutzgeld einfordern", so ist die schlimmste der Befürchtungen der meisten Menschen, mit denen ich Kontakt habe. Ob es soweit kommt bleibt abzuwarten. Nachbarschaftliche Hilfe mag dieses Risiko eventuell abwenden.
Man darf diese Entwicklung aber nicht nur negativ sehen. Wer sich in einer Demokratie nicht gegen deren Abschaffung wehrt, der darf sich auch nicht beschweren. Die Masse wird sich in der Routine der Armut sogar besser fühlen. Für gestandene Kapitalisten bieten sich hier optimale Ansatzpunkte (Chancen) von der vor sich gehenden Ausbeutung des Einzelnen zu profitieren. Das mag vielen legitim erscheinen, denn jeder hatte die Chance sich gegen das kommende Ungemach rechtzeitig zu wehren. Ein problem, welches vor allem in Deutschland aufkeimen wird ist, der Neid. Die Verlierer werden sich als Opfer fühlen - und die Gewinner als Täter stigmatisiert. Dabei hatten sie mitunter ähnliche Ausgangspositionen.
Im Endeffekt wird jeder das bekommen, wonach er aktiv strebt. Natürlich wird es immer wieder Gewinner und Verlierer geben. Doch Gewinnen kommt eben meistens nicht über Nacht, sondern benötigt eine lange Zeit der Vorbereitung.
tags:Steuer, tea Party, Steuerbeukott, Harz IV, Fdp, sozialstaat, Chancen, Krise, Sparer, Enteignung, Mittelstand, Giechenland, Euro, Dollar, Zukunft Europas, Hermann van Rompuy, Europa Politiker, Banken,
Posted in: Comments on Financial Crisis, Politik
(letzter Satz geloescht)