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Wie Sie den Griechenland Bail-out für sich nutzen können
Von den Banken lernen, wie man Risiken aufbaut, um Regierungen zur Umverteilung zu zwingenDer Griechenland Bail-out kam nicht unerwartet. Diejenigen, die sich hier richtig positioniert hatten, konnten in den letzten Monaten enorme Gewinne erzielen. Vor allem die deutschen Banken hatten die Staatsschulden der PIIGS Länder gekauft, nachdem die Zinssätze wegen des angeblich gestiegenen Risikos des Staatsbankrottes explodiert waren.
Was kann man als Geschäftsmann von den Banken lernen?
Die Banken forcierten zunächst das Risiko Griechenlands und die Folgen für die Eurozone. Die Zinsen auf Griechische Staatsanleihen brachten somit extreme Gewinne von etwas mehr als 7 Prozent. Im Gegenzug dazu haben die europäischen Banken immer noch mehr als 400 Millarden Euro zinsgünstige Darlehen der Zentralbank, oder konnten sich Geld zu fast Null Prozent am Markt leihen. Um zu verstehen, wie man als Privatanleger oder Executive mit seiner Firma von den gegebenen Chancen profitiert, muss man die Dynamik der Umverteilung von arm nach reich erkennen und für sich nutzen:
Die Schritte sind sehr einfach.
1. Zunächst sucht man sich ein williges Opfer (Bank/Firma/Land) aus
2. Hilft man dem Opfer dabei seine Bilanzen zu frisieren (GS)
3. Zum gegebenen Zeitpunkt lanciert man die Nachricht, dass es schlecht um das Opfer steht
4. Man positioniert sich weiter gegen das Opfer durch Leerverkäufe. Dies kann innerhalb von vier Wochen nach Erklärung an die Politik geschehen. Diese braucht diese vier Wochen um sich von der überraschenden Entwicklung an den Märkten überzeugen zu lassen. Dies sind ebenfalls vier Wochen, die uns zum handeln zur Verfügung stehen.
5. Der Wert der existierenden Anleihen auf das Opfer fallen. Man schreibt die Verluste von der Steuer ab.
6. Neuauflagen von Anleihen bringen enorme Zinsen. Man kauft neue Anleihen mit 7% Verzinsung und leiht sich zu Null Prozent Geld vom Staat, um die Anleihen zu bezahlen. Staatsanleihen sind besonders interessant, da sie weitere Vorteile bei der Geldschöpfung bieten.
7. Das Risiko des Defaults ist nun wirklich hoch. Die meisten Marktteilnehmer haben jetzt ebenfalls auf einen Bankrott gesetzt. Die Risikoversicherungen, die von den Banken verkauft werden sind jetzt extraorbitant im Preis gestiegen. Im Falle Griechenlands lagen die Kosten für eine Versicherung von 10 Millionen Euro Staatsanleihen bei einer halben Millionen Euro.
8. Man zwingt die Politik eine Garantie auf die Anleihen des Opfers abzugeben, oder das Risiko kurzfristig zu mittigeren.
9. Zinsen auf neue Anleihen des Opfers fallen wieder. Die existierenden Anleihen steigen im Wert.
10. Das Risiko liegt nun bei den Steuerzahlern der Länder, deren Regierungen sich an der Rettungsaktion beteiligt haben.
Diese Dynamik können wir immer wieder beobachten. Die Politik lenkt so bereitwillig in die Forderungen der Großbanken ein, dass man annehmen kann, hier liegen feste Bande zugrunde.
Besonders interessant im Falle des Eurozonen bail-outs für Griechenland ist die Tatsache, dass die Banken die Politik zu eindeutig illegalem Handeln bewegen konnte, denn eine Rettung eines Eurozonen Mitglieds war eindeutig vertraglich verboten, da die Konsequenzen für die weniger informierten Bürger schrecklich sind.
Um von den geplanten Aktionen der Grossbanken profitieren zu können, muss man dieses Vorgehen verstehen und erkennen können. Die Möglichkeiten hiervon zu profitieren sind extrem vielseitig. Vor allem aber ergeben sich neue Chancen für Unternehmer.
tags:Unternehmer, Entrepreneurs, Chancen in der Krise, investoren, EZB, Grossbanken, Großbanken, Banken, Griechenland, PIIGS, Staatsanleihen, Steuerzahler, Bürger, Europa, rettungsaktion,
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