Countdown - Noch 14 Tage bis zur Entscheidung
By: Krisen SherpaIn etwa zwei Wochen bleiben, um jetzt die Weichen für die persönliche und geschäftliche Zukunft zu stellen
Auch wenn manche Menschen propagieren, dass die Miesmacher eine Krise herbeireden, so sind doch gerade die Menschen, die die Augen verschliessen als Verursacher des Griechenland Problems auszumachen. Dies zeigt auch der sogenannte Rettungsplan für Euro Staaten in Bedrängnis. Er ist kein Rettungsplan, sondern ein Abwicklungsplan, und dieser könnte schon in den nächsten 15 Tagen zum Einsatz kommen.
Nein, man kann keine Krisen herbeireden, denn negative Nachrichten werden von den meisten ausgeblendet. Und wer kennt das nicht. Da werden Kollegen arbeitslos und dann gönnen Sie sich ersteinmal einen Erholungsurlaub. Gerade in Deutschland vertraut man auf das Sozialsystem und die Politik! In Griechenland vertraut man sich gegenseitig.
So kommt es dann auch, dass in Griechenland die Schwarzarbeit boomt und der Staat daran zerbricht. Das Rezept zur Konsolidierung wäre also in einer rapiden Steuersenkung und Abgabensenkung zu suchen. Nur, wenn der Aufwand für die Hinterziehung von Steuern und Abgaben weit unter eine gewisse Schmerzgrenze fällt, nur dann werden die Menschen vielleicht umdenken. Beispiel hierfür ist die momentan viel gelobte Schweiz. Dort gibt es keine oder kaum Schwarzarbeit. Warum auch sollte man sich wegen der 7 Prozent Mehrwertsteuer aus dem Paradies vertreiben lassen? Auch in der Schweiz vertrauen die Menschen einander und passen auf die Einhaltung der Regeln auf. Dies ist ein ganz anderes Vertrauensmodell und politisches Modell.
Griechenland steht ein solcher „Schweizer Fix“ seines Finanzsystems nicht zur Verfügung. Reformen und Akzeptanz benötigen Zeit. Auch Investoren würden nicht verstehen, warum man Steuern senken sollte. Dies in einer Zeit, in der die Zinssätze Griechenlands explodieren.
Genau dies war die Grundaussage meiner Vorhersagen zum Thema Griechenland.
Somit wird der IMF angerufen werden. Denn was mit dem Rettungsplan entschieden wurde, war die bisherigen Staatsanleihen zu stützen und das zahlen der Zinsen für einen Übergangszeitraum zu ermöglichen. Somit wird Griechenland dem Beispiel Dubai World folgen und keine weiteren Schulden mehr aufnehmen können. Man wird sich ab dem 23. April damit begnügen müssen, zu sparen. Das vielgelobte griechische Konsolidierungsmodell wird vom IMF aufgesetzt werden. Geld von den Europäern für die Bezahlung der Zinsforderungen.
Natürlich wird der IMF immer nur ins Boot geholt, wenn es zu spät ist. Griechenland wird also dem Argentinien Modell folgen. Daher haben die Menschen dort IHR geld schon ins Ausland gebracht. Der Staatsbankrott ist durch die kommende Unterstützung des IMFs schon garantiert. Griechenland wird auf seinen 900 Milliarden Schulden defaulten, was nichts anderes heisst als das man nur einen Bruchteil dieser Schulden tilgen wird. Die Folgen für Griechenland werden katastrophal sein. Das Land wurde durch die EU und den Euro in den Wohlstand katapultiert. Nun wird es fallen gelassen; wohlgemerkt von seinen eigenen Bürgern und nicht von der EU.
Für ausländische Investoren wird es jetzt Zeit, alle Kontrakte mit griechischen Firmen einzustellen oder auf ein sicheres Zahlungs- und Liefermodell umzustellen. Der Countdown zum Kollaps läuft und wie ich an anderer Stelle schon angemerkt habe, so bleiben etwa noch 14 Tage.
Natürlich kann man auch von dieser Krise profitieren und mit Griechenland weiterhin gute Geschäfte machen. Dieser informelle Artikel sollte keinen davon abhalten mit Griechenland keine Geschäfte zu machen. Doch muss man seine Geschäftsbeziehungen neu überdenken und auf eine sichere Basis stellen.
Eine Basis, die den neuen Gegebenheiten gerecht wird.