International News - Deutsch

Ein Schweizer und ein Deutscher stehen auf dem Dach eines Wolkenkratzers

Da sagt der Deutsche:“Ich sehe einen Griechen im freien Fall und werde ihn retten!“ Da springt der Deutsche, um dem Griechen solidarisch die Hand zu reichen.

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Der Schweizer steht da und denkt sich, der Deutsche ist mutig, aber nicht sehr intelligent. Doch dann während der Deutsche immer tiefer stürzt kommen immer mehr Ausländer, die den Schweizer für seine logische Denkweise und seinen klaren Verstand beglückwünschen. Dass ist dem Schweizer peinlich und so sagt er: „Ich springe ebenfalls, wenn der Deutsche das 120te Stockwerk erreicht hat!“

Mit dieser Parabel kann man das geschehene am besten beschreiben. Die Bindung des Schweizer Frankens an einen Mindestumtauschkurs wird kurzfristig die Märkte stabilisieren und den Unternehmen auf beiden Seiten der Grenze etwas mehr Stabilität gewähren. Alleine die politische Ankündigung hat ja ausgereicht, um den Wechselkurs auf ein neues Niveau einzupendeln. Dass die Schweizer Nationalbank dabei einen Kurs von 1.20 zum Euro anvisiert ist allerdings für viele Anleger zum Problem geworden, denn sie haben durch den Umtauschkurs in den letzten Wochen mit der Intervention der Nationalbank herbe Verluste hinnehmen müssen.

Mittelfristig hat sich die SNB aber alle Optionen offengelassen. Diese Ankündigung wird wahrscheinlich vom Markt bestätigt und muss dann nicht mehr über massive Stützungskäufen aufrechterhalten werden. Das Ziel Geldzuflüsse auf Grund des kollabierenden Euros aufzuhalten dürfte erreicht sein. Selbst wenn die SNB massive Eurokäufe tätigen muss, so kann sie jederzeit den Fallschirm öffnen und den Sturz des Franken ins bodenlose stoppen. Dem Euro bleibt dieser Weg verwehrt, nachdem die Politiker der Eurozone bereits ihre Fallschirme weggeworfen haben.

...read detailsThursday 08. September 2011
Posted in: Politik, Financial Crisis

Die wichtigsten Wirtschaftsnachrichten aus der deutschen Presse

Sinn glaubt, dass die Krise erst richtig begonnen hat, denn die Aussenhandelsdefizite der schwachen Staaten werden durch die momentanen Massnahmen nicht abgebaut sondern nur weiter gefördert.

After Lagarde criticized European banks, it is now the EU banking regulator which states that banks are under capitalized. This comes weeks after the EU performed a stress test and stated that only 8 banks were in a critical condition. With the ongoing criticism the EU is in danger of losing the last bit of trust it might have had.

According to Spiegel Germany's President criticised the ECB actions as non conform with their duties. Wulff has a veto right for bills approved by the German parliament and with regards to this his voice should raise concerns over the Euro.

In the case of Grasser, the law enforcement used the whole repertoir of surveilance including trojans, mobile surveilance, email surveilance and location surveilance. The usage of various independent sim cards did not help to protect privacy.

Markets seem to have downgraded French bonds already. This does not come at surprise after the US downgrade

Finanzkrise FAQ [German Version]

  • Wenn die EZB oder die FED hunderte Millarden an Liquidität bereitstellt was bedeutet das?

Im Fall, das einzelne Banken mehr Geld leihen müssen, als sie zu vernünftigen Zinssetzen am Markt erhalten können, gibt die EZB Liquidität in den Markt. Dazu kann sie auf verschiedene Arten zurückgreifen. Oft sind dies sehr kurzfristige Gelder, so daß dieses Geld sich nicht langfristig auf die Geldmenge auswirkt.

Zu viel an kurzfristiger Liquidität zieht die EZB dann ebenfalls mit Tendern wieder ab. Zu vergleichen ist das wie mit einer Tankstelle. Der Markt, also die internationalen Finanzmärkte kann man mit den Autofahrern vergleichen, die durstig nach Benzin sind. Die Tankstellen representieren in diesem Vergleich die europäischen Banken. Sind zu viele Fahrzeuge an der Tankstelle, dann müssen einige warten. Normalerweise reichen die Kapazitäten der Tankstellen aus, so daß alle Autofahrer nur geringe Wartezeiten in Kauf nehmen. In besonderen Fällen aber, so zum Beispiel vor einer Benzinpreiserhöhung, fahren „alle auf einmal“ zum Tanken. In diesem Fall stellt die EZB also weitere Zapfsäulen zur Verfügung. Dies ändert aber nichts an der „normalen“ Zahl der Zapfsäulen (Liquidität) und dem normalen Verbrauch der Fahrzeuge (Demand). Die EZB gleicht also Peaks im Markt aus und sorgt somit dafür, daß das Bankensystem kostengünstig arbeiten kann.

Unter normalen Umständen hat dies also keine Auswirkungen auf die Geldmenge (M3).

Jedoch, sind solche Vorkommnisse ein Zeichen für Veränderungen im System. Diese können kurzfristig sein. Die Gefahr liegt jedoch darin, daß sich die EZB verschätzt und die kurzfristig gedachte Liquidtät in langristige umwandeln muß. Ein solcher Fall ist aber sehr unvorstellbar, kann aber durch mutwillige Missachtung der Maastricht Kriterien eintreten.  

  • Wann endet die Finanzkrise endlich ?

Die Finanzkrise ist jetzt seit mehr als einem Jahr im Gange. Sie erreicht jetzt letztendlich das Bewußtsein der Anleger, die jetzt erst verstehen, daß diese Krise nicht so schnell vorbei sein wird, wie gehofft.
Die Krise hat auf verschiedene Bereiche übergegriffen. Ausgehend von einer halben Billionen (english: trillion) Abschreibungen im Sub-prime Bereich, hat sie sich auch auf alle anderen Finanzprodukte ausgedehnt. Diese Krise und ihre Auswirkungen wird uns also noch weitere Jahre beschäftigen.

  • Wer ist betroffen ?

Am Anfang sah es so aus, als seien nur Banken und investment Manager und reichere investoren betroffen. Die erste Welle der Finanzkrise ließ Investoren auf Wertpapieren sitzen, in denen Banken die Sub-prime Kredite gebündelt hatten. Solche Fonds wurden dann wegen Wertverlust "plötzlich" geschlossen. An- und Verkauf war nicht möglich. Da aber viele Banken und Investoren diese Papiere gekauft hatten, konnten sie ihre eigene Solvenz nicht mehr sicherstellen. Eine Lösung mußte her und das hat Konsequenzen für viele Menschen.

  • Wieso ist jeder betroffen ?

Als es los ging mit der Krise, wußte man zuerst nicht wieviel diese Papiere noch wert sind.Einige Fonds, die Sub-prime Papiere gekauft hatten hatten plötzlich Probleme sie am Markt zu verkaufen. Anleger, die also Ihr Geld wiederhaben wollten hatten ein Problem. Der Fond von Bear Stearns verlor so dramatisch an Wert, daß die Bank mit Millarden einsprang. Aber es half nichts.
Das Grundproblem war ein Pyramiden Schema. Alles ging gut, solange man diese Giftmüll-Papiere gut weiterverkaufen konnte. Als dann investoren fehlten, war auch das Papier nichts mehr wert.
Dann fingen die Banken an sich gegenseitig nicht mehr zu vertrauen. Es gibt eben Banken die mehr und andere, die weniger stark in diesen Geschäften involviert waren. Somit verlangten die Banken höhere Zinssätze und verschärften das Problem der Liquidität. Die Zentralbanken überall in der Welt sprangen ein und warfen mit Geld um sich, wie Confetti.  
Im Zuge der Krise senkte die Fed in den Vereinigten Staaten die Zinsen so dramatisch wie noch nie zuvor in der Geschichte. Dies hat Auswirkungen auf die Inflation. Man kann also sagen, dass die Inflation die wir beobachten eine Krisen-Steuer ist, oder zumindest so wirkt. 

  • Warum rettete die FED Bear Stearns ?

Als die massiven Zinssenkungen das nichts halfen, mußte die FED sogar die Bank Bear Stearns vor einem Kollaps zu retten. Investor Warren Buffet lehnte das Angebot Bear Stearns zu übernehmen ab, und so war die Übernahme durch JP-Morgen der einzige Ausweg. Eine Aufgabe der FED ist es nämlich, die Stabilität des Systems zu gewährleisten. Dies wäre aber binnen Tagen zusammengebrochen, wenn Bear Stearns nicht gerettet worden wäre. Innerhalb weniger Tage hätten Banken überall in der Welt Konkurs anmelden müssen. Millionen von Anlegern, Sparer und Investoren hätten mit ziemlicher Sicherheit fast alles verloren. 

  • Was unternahm die FED noch, um das System zu stabilisieren ?

Im Anschluß an die beinahe Pleite von Bear Stearns, errichtete die FED die Term Auktion facility, nach dem Modell der EZB. Sie nimmt die Papiere, die keiner haben will als Sicherheit und gibt den Banken dafür Geld, oder Schatzbriefe, die sogenannten Treasuries. US-Treasuries sind vom Staat garantiert und galten bislang als das Maß der Dinge in der internationalien Finanzwelt. Auf diesem Weg wurden große Mengen Geld in den Bankenapparat gepumpt. Als Folge gingen die Inflationswerwartungen in die Höhe.